Physiotherapie- und Massagepraxis
Seit Januar 2009 gehört auch eine Physiotherapie- und Massagepraxis zu unserer Hotelanlage, die für alle Krankenkassen zugelassen ist. Rezeptabrechnung für Krankengymnastik, Fanko oder Massage ist möglich. Unter der professionellen Leitung von Herrn Florian Mayer werden Sie stets bestens betreut.
NORDIC WALKING ist eine Mischung aus Walking und Trockenskilanglauf. Eine Ausdauer-sportart, bei der Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken mit ergonomischen Griffen und Halteschlaufen im Rhytmus der Schritte unterstützt wird. Durch die Stöcke wird der Armschwung noch effektiver genutzt und die gesamte Muskulatur besser in Schwung gebracht. Bergauf dienen sie als „Vorderbeine“, bergab helfen sie, Knochen und Gelenke zu schonen.
Die Anfänge dieses Sports liegen in den 1930er Jahren. 1992 wurde in der amerikanischen Fachliteratur das Pole Walking (Pole = Skistock) vorgestellt. Darunter verstand man Walking mit modifizierten Skistöcken zur Unterstützung der typischen Langlauf-Armbewegung. In Studien von Stoughton, Larkin und Karavan 1992 und Hendrickson 1993 wurden Ausdauereffekte, Trainingsreize und psychologische Profile von Walking mit Stöcken untersucht. Ein Effekt dieser Studienergebnisse war, dass das Nordic Walking als Ausdauersportart propagiert wurde. Da es keinen typischen Walking-Stock gab und die Technik des Nordic Walking nicht weiter entwickelt wurde, ebbte das Interesse bald ab. Während einer Messe 1997 wurde dann der Stock vom Erfinder des Nordic Walkings Marko Kantaneva vorgestellt. Aus seiner Diplomarbeit und der Kooperation mit der Firma Exel wurde dort dem Publikum diese Sportart präsentiert. Man gewann den Messepreis und somit viel Presseaufmerksamkeit, und bereits 1998 stieg der Verkauf der Stöcke rasant an. Zur Verbreitung und Vermarktung der Sportart wurden verschiedene Verbände gegründet.
Allgemein
Der Einsatz von Stöcken macht aus Walking ein Training, bei dem zusätzlich die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht wird. Nordic Walking ist für ambitionierte Sportler ebenso geeignet wie für untrainierte Menschen. Die Gelenke werden jedoch, entgegen vielen Behauptungen, mehr belastet als beim normalem Spazieren. Nach einer Studie von Sportmedizinern ist der Sauerstoffverbrauch (und daraus folgernd die Ausdauerbelastung) beim Nordic Walking mit korrekter Ausführung ca. 5% höher, als beim konventionellen Walking, wenn dieses ohne zusätzliche Oberkörperbewegungen durchgeführt wird.
Bewegungsablauf
Walking ist eine Sportart mit zyklischem Bewegungsablauf. Der rechte Stock hat immer dann Bodenberührung, wenn die linke Ferse aufsetzt, der linke Stock, wenn die rechte Ferse aufsetzt. Die Stöcke werden nah am Körper geführt. Der jeweilige Stock wird schräg nach hinten eingesetzt; der Stockeinsatz sollte immer unterhalb des Körperschwerpunktes, also in der Schrittstellung auf der vertikalen Körperachse erfolgen. Es gibt Trainingsarten, bei denen die Hand ständig geöffnet und geschlossen wird.
Ausrüstung
Nordic-Walking-Stöcke bestehen aus leichten Materialien wie Carbon, Carbon-Glasfaser-Mischung oder Aluminium. Carbon dämpft besser als Aluminium und ist stabiler. Ein abnehmbarer Gummischutz auf den Stockspitzen absorbiert zusätzlich Schläge und mindert Geräusche auf Asphalt. Handschlaufen verhindern ein Abrutschen der Stöcke.
Ein zu kurzer oder zu langer Stock ist bei einer funktionalen Bewegungsausführung hinderlich. Für die Länge der Stöcke kann folgende Faustformel empfohlen werden: Körpergröße (in cm) x 0,66 = Stocklänge. Es empfiehlt sich, im Zweifel eine etwas kürzere Stocklänge als berechnet auszuwählen, damit es nicht zu Ausweichbewegungen in den Schultergelenken kommt. Viele Stöcke lassen sich in der Länge durch Teleskoprohre verstellen.
Die Anforderungen an einen Laufschuh und einen Walking-Schuh sind ähnlich. Im Vergleich zum Jogging-Schuh ist im Walking-Schuh der Fersenbereich und die gesamte Sohle stärker abgerundet und soll so für ein flüssiges Abrollen sorgen.
13 Merkmale der Nordic Walking Technik (zusammengestellt von er NWU)
- Stockeinsatz erfolgt diagonal
- Stockwinkel vorn (in der Regel 60-65 Grad)
- Stockwinkel hinten (in der Regel 50-55 Grad)
- Stockspitze trifft den Boden etwas weiter nach vorn in Laufrichtung
4. Oberkörper aufgerichtet halten. Dabei sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen:
- Steigung bzw. Gefälle der Laufstrecke
- Bewegungstempo
- Konstitution und Trainingszustand
- Erkrankungen/Verletzungen oder Einschränkungen im Bereich des Beckens und der Wirbelsäule
Da bei vielen Teilnehmern Schultergürtel und Rumpf häufig etwas weniger beweglich sind, muss hier jeder sein individuelles Optimum finden. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Bewegungsspielräume durch regelmäßiges und zielgerichtetes Training zu erweitern oder weitere Einschränkungen zu verhindern.
6. Stock nicht zu steil ansetzen. Bei korrekter Stocklänge und Berücksichtigung der sechs Bausteine der Nordic Walking Feinform ergeben sich in der Regel folgende „ideale“ Stockwinkel:
- Stockwinkel vorn (in der Regel 60-65 Grad)
- Stockwinkel hinten (in der Regel 50-55 Grad)
7. Flache Schuphase. Wenn Sie Ihren Körper durch den Stockeinsatz nach vorne pushen, sollten Sie Ihren Arm nicht zu stark im Ellbogen winkeln. Wenn der Stockeinsatzpunkt korrekt ist (in etwa unter bzw. etwas vor dem Körperschwerpunkt) und der Arm lang bleibt, ergibt sich daraus ein flacher Stockwinkel und eine flache Schubphase.
8. Über die sich öffnende Hand Druck auf die Schlaufe bringen
– aber das Schließen der Hände nicht vergessen!
Die meisten Verletzungen beim Nordic Walking entstehen, weil viele sich mehr auf das Öffnen der Hände konzentrieren, als auf das rechtzeitige Schließen. Dadurch haben sie den Stock nicht immer „im
Griff“ und Stürze über den Stock, der unkontrolliert von Wurzeln, Steinen oder den eigenen Füßen abprallt, sind möglich.
Sicherheitstipp: Um die Kontrolle über den Stock nicht zu verlieren, sollten Sie beim Armschwung nach vorne die Hände rechtzeitig schließen.
9. Schrittlänge an Körperhöhe, Bein- und Stocklänge anpassen.
Grundsätzlich gilt: Je länger der Stock, desto größer muss die Schrittlänge werden.
Anfänger, die den Stock noch nicht effektiv einsetzen können, sollten aber keine übertrieben große Schritte machen: Die Unterstützung durch den Oberkörper ist oft noch nicht gewährleistet, was zu
hohen Belastungen der Beine, des Beckens und des Rücken führen kann. Die Schrittlänge entwickelt sich mit der Zeit synchron zur Effektivität des Stockeinsatzes.
10. Wenn der Stock vor dem Körperschwerpunkt aufgesetzt wird, dann muss dies kontrolliert und geführt geschehen.
Der Stock sollte natürlich immer kontrolliert und geführt eingesetzt werden. Je weiter er vor dem Körperschwerpunkt aufgesetzt wird, desto weniger „Schubkraft“ wird entwickelt. Das kann manchmal jedoch auch sinnvoll sein, z.B. beim Bergaufgehen. Hier wird Stock bewusst weiter vorn eingesetzt.
11. Hinter dem Körperschwerpunkt über den Stock funktional Kraft aufbringen.
Die Kraft sollte kontinuierlich über den gesamten Bewegungsablauf ausgeübt werden – was für Anfänger oft schwierig ist. Die Schubphase bis zur Hüfte/Körpermitte ist meist kein
Problem. Die Bewegung hinter dem Körper sieht man jedoch nicht – sie wird anfangs deutlich größer wahrgenommen, als sie tatsächlich ist.
12. Mit minimaler Rotation Stock nach hinten führen.
Beim intensiven Stockschub nach hinten kann es zu zweierlei Rotationen des Oberkörpers
kommen. Der Arm, der den Stock nach hinten schiebt, rotiert leicht nach innen. Der Ober-
körper dreht sich in eine andere Richtung als das Becken. Rotatorische Bewegungsausmaße von etwas zehn Grad in Becken und Schulter sind durchaus normal und wünschenswert: Sie sorgen für eine bessere muskuläre Stabilisierung der Wirbelsäule und optimieren die Nähr-
stoffversorgung der Bandscheiben. Selbst (oder gerade) bei den gängigen degenerativen Rückenerkrankungen ist die Rotation wichtiger Bestandteil der Nordic Walking Technik.
Vorsicht ist bei Arthrodesen (operative Stilllegung von Gelenken) und akuten/entzündlichen Prozessen (z.B. Nervenwurzelentzündungen) geboten.
13. Letzten Schub über die Schlaufen geben.
Der Arm kann nur hinter den Körper geschwungen werden, wenn die Hände sich öffnen. Um bei geöffneter Hand weiterhin Kontrolle über den Stock zu haben und kontinuierlich Druck auf ihn ausüben zu können, muss der Druck über die Schlaufe gehen.
WASSERGYMNASTIK (auch Aqua-Gym) ist ein spezielles Bewegungstraining im Wasser.
Die Kraft- und Konditionsübungen schonen aufgrund des Auftriebs des Wassers die Gelenke, Sehnen und den Rücken und kräftigen die Muskulatur sowie das Herz-Kreislaufsystem. Durch den Widerstand des Wassers sind die Übungen teilweise anstrengender als außerhalb des Wassers.Die Wassergymnastik ist besonders für ältere Menschen geeignet und wird auch zum Zwecke der Rehabilitation nach Unfällen oder Operationen eingesetzt.
Bei der PROGRESSIVEN MUSKELENTSPANNUNG (auch: progressive Muskelrelaxation, kurz PMR oder progressive Relaxation, kurz PR, oder Tiefenmuskelentspannung) nach Edmund Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahr-nehmung. Mit der Zeit lernt die Person, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer sie dies möchte. Zudem können durch die Entspannung der Muskulatur auch andere Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduziert werden, wie beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern. Darüber hinaus können Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert und damit Schmerzzustände verringert werden.
Anwendungsmöglichkeiten
Die Methode der progressiven Muskelentspannung wird häufig im Rahmen einer Verhaltens-therapie eingesetzt, beispielsweise bei der Behandlung von Angststörungen, wo sie im Rahmen einer systematischen Desensibilisierung zur Anwendung kommt. Aber auch bei arterieller Hypertonie, Kopfschmerzen, Schlafstörungen sowie Stress lassen sich mit progressiver Muskelentspannung gute Erfolge erzielen.
Heutzutage werden Kurse an Volkshochschulen sowie bei den gesetzlichen Krankenkassen angeboten, in denen man die progressive Muskelentspannung erlernen kann. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit der Selbstschulung mithilfe von Büchern und Entspannungs-kassetten oder -CDs. Unklar ist hierbei, ob eine musikalische Unterstützung die Wirkung der Muskelentspannung verstärken kann oder aber als eher ablenkend zu beurteilen ist. Kontraindikation liegt hingegen bei regressiven und sozial gehemmten Kindern vor. Weiterhin nicht angewandt werden sollte die PMR bei akuten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und Blutphobien.
